CoBeTraS Akademie für Persönlichkeitsorientiertes Management

Menschen bewegen – begeistern – fördern – führen – unsere Leidenschaft !

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Veränderung – ein unausweichliches Schicksal?

Sind wir wirklich der Situation ausgeliefert?
Können wir wirklich die Situation nur so sehen – wie wir meinen sie zu sehen?
Gibt es wirklich keinen Ausweg für diese Situation?

Ich sage NEIN.

Wir haben alle unsere eigene Weltanschauung und setzen dabei unser eigenes Fernrohr ein.   Über das eingesetzte Fernrohr, mit dem wir uns selber steuern  und demnach auch bestimmen, was wir wahrnehmen (wollen).

Denken Sie nur einmal darüber nach, wie viele Angebote Sie täglich erhalten, was sie alles wahrnehmen könnten.  Letztlich stehen uns 5 Sinneskanäle zur Verfügung, die bereit stehen uns Informationen zu liefern.

Es käme zu einer Reizüberflutung, wenn unser Gehirn nur versuchen würde, alles zu verarbeiten. Hand aufs Herz, wir wollen auch nicht immer alles wahrnehmen. Wie häufig kommt es vor, dass wir bewusst wegschauen, weil es uns nicht interessiert, weil wir bereits eine andere Meinung haben oder es nicht in unsere Wertvorstellung passt.

Andererseits, schauen wir bewusst auf bestimmte Bereiche, die uns wichtig sind. Jeder von uns kennt so ein Phänomen, plötzlich ist etwas da oder tritt in höheren Dosierungen auf, als früher. Nehmen wir als Beispiel eine schwangere Frau. Schwupps, sind überall Mütter, Kinderwagen, Spielplätze, Erziehungsprobleme,… zu sehen. Alles das, was vorher auch schon vorhanden war, wir es aber nicht wahrnahmen.

Stellen wir jedoch unser Fernrohr z.B. auf ein bestimmtes Auto, werden wir überall auf der Straße dieses Auto entdecken. Ob Sie es mir nun glauben oder nicht, die gleiche Anzahl der Autos fuhr auch vorher schon über den Asphalt. Nur, das sich bei uns etwas verändert hat, nämlich, die Fokussierung mit unserem Fernrohr. Wir reden hier von der selektiven Wahrnehmung.

Wir bestimmen nicht nur unsere Realität der Dinge, sondern regeln auch, was wir daraus machen.

Dazu steht uns eine Vielzahl an Varianten zur Verfügung. Es obliegt unserem Urteilsvermögen, ob wir diese Situationen die wir erfassen als positiv, negativ oder neutral bewerten.

 «Nicht die Dinge selbst,
sondern nur unsere Vorstellung über die Dinge
machen uns glücklich oder unglücklich. »
Epiktet griechischer Philosoph (um 50 – um 138)
  • Was Ihr Urteilsvermögen zum Thema Politik?
  • Welche Wertigkeit geben sie den neuen Regelungen in ihrem Unternehmen?
  • Was denken Sie über Frauenfußball?
  • Wie bewerten Sie Verhaltensweisen und Reaktionen Ihrer Kunden?

Wenn Sie bei diesen Beispielfragen überall ein großes + Zeichen setzten, freuen Sie sich über ihre Stimmung. Sicher ist das nicht in allen Berufssituationen der Fall. Was machen Sie, wenn Sie die negative Stimmung übermannt, wenn Sie die Situation als fürchterlich einstufen?

Sicher, Sie können:

  • sich immer wieder darüber aufregen. Eine große Protestwelle lostreten und sich ärgern, dass Sie sich eine andere Situation wünschen.
  • Sie können sich Schuldige suchen  (die Politik, die Wirtschaft, die Kunden, der Chef, die Kollegen,..)
  • Oder Sie fallen in ein tiefes Loch, ziehen die Bettdecke über den Kopf und tragen die tiefe Traurigkeit wie ein Souvenir mit sich herum.

 Klar, ein bisschen Jammern gehört immer mal dazu. Kritisch wird es dann, wenn die Klagemauer zu Ihrem Stammplatz wird.

Da stellt sich die Frage: Bringt es sie langfristig weiter?  Ich glaube, die Antwort kann ich mir sparen, da die Frage  mehr  rhetorisch gemeint war.

Wenn Sie jedoch,  nur die oben beschriebene  Möglichkeit in Betracht ziehen, so sind sie im wahrsten Sinne des Wortes WAHL-LOS und betrachten Veränderung als tatsächlich unausweichliches Schicksal.

Stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung, stünden Sie vor der Qual der Wahl.

Daher stelle ich Ihnen 3 Möglichkeiten vor, um frei entscheiden zu können.  Alle drei Entscheidungen sind gleich „gut“ und haben ihre Vor- und Nachteile. Es ist ein Prinzip der Eigenverantwortung und steht jedem Menschen zu jeder Zeit zur Verfügung.

LOVE   IT
CHANGE   IT
LEAVE   IT

Übersetzt heißt das so viel wie: Wenn Ihnen etwas im Leben nicht gefällt,

  • dann lernen Sie die Sache zu lieben (love it) oder
  • ändern Sie etwas (change it) oder
  • verlassen Sie die Situation (leave it)

Angenommen Sie ärgern sich immer und immer wieder über einen bestimmten Kundentyp, so steht es Ihnen frei wie eben beschrieben zu verfahren.

Was Sie damit erreichen ist,  sich Ihre eigene Zeit zu vermiesen, doch ändern wird sich an der Situation nichts.

„Wer nicht handelt,
wird behandelt!“

Wenn Sie bereit sind Eigenverantwortung für Ihre Stimmung / Situation zu übernehmen, durchlaufen Sie dieses

 

 

Entscheidungsdreieck.

 

Erstellen Sie sich dazu einfach eine Liste, mit den Situationen die sie als unliebsam betrachten und bewerten jeden einzelnen Punkt nach den nachstehenden Kriterien.

 

LOVE   IT
Lernen Sie es zu lieben, zu akzeptieren und das Positive zu erkennen

Nehmen wir als Beispiel Boris Becker.  Er beschrieb in einem Interview, dass er eine Situation die er nicht abändern konnte,  annahm und sie lieben lernte. Um möglichen Missverständnissen vorzu-beugen, „Love it“ bedeutet nicht, ungewollte Zustände einfach hinzunehmen und zu erdulden. Viel-mehr geht es darum, aktiv und mit einer bewussten Entscheidung eine positive Haltung zu den Situationen und zu einem Kontext zu entwickeln.

So wie Boris Becker, können auch Sie im ersten Schritt überlegen, welcher der aufgelisteten Punkte Sie annehmen können.

Nachstehende Fragen helfen Ihnen dabei.

Love it …

  • Was ist das Positive daran?
  • Was bringt es mir?
  • Wofür könnte ich auch dankbar sein?
  • Welche guten Seiten hat die Situation?
  • Welche guten Seiten hat die Situation?
  • Wie kann ich die Situation als Lernerfahrung nutzen und daran wachsen?
  • Wie kann ich lernen, besser damit umzugehen?
  • Wie kann ich ein Spiel daraus machen – das Ungeliebte mit etwas Geliebten verknüpfen?

 

Entdecken Sie das Positive an der Situation und arbeiten Sie aktiv daran. Jede Situation ist es Wert ganzheitlich betrachtet zu werden, um die Chance, die sich darin befindet, herauszufinden.

Meine Oma hatte da ihre eigene Idee:

Immer dann, wenn ich früher zu meiner Oma kam und ihr über ‚böse‘ Menschen berichtete, meinte sie zu mir: „Lächle uns sei froh, es könnte schlimmer kommen“ oder „Stelle Dir diesen Menschen einfach in Unterhosen vor….“. Tja, Sie glauben gar nicht, wie viele verschiedene Unterhosen ich in meinem Leben schon gesehen habe.

 

Wenn Sie Ungeliebtes akzeptieren anstatt sich darüber zu ärgern oder dagegen anzukämpfen, ist die Situation für Sie einfacher. Da Sie automatisch dazu eine andere Einstellung, Stimmung und damit Verhalten entwickeln.

Schauen Sie, wie die Müllabfuhr eine ungeliebte Situation mit „LOVE IT“ meistert.

 Bilder von www.lachschon.de

CHANGE   IT
Ich ändere es!

Nun ist es so, dass sich nicht alle Zustände durch ein Reframe (Negatives umdeuten) verändern lässt. Wenn es für Sie unmöglich ist, die Situation anzunehmen, geht es um das Ausloten von Veränderungsmöglichkeiten. Hier sind Ihre Fähigkeiten gefordert, wie Sie früher in ähnlichen  Situationen agierten, welche Vorstellungen Sie von einer Änderung haben und der Wille es ändern zu wollen.

Durchleuchten Sie Ihre Liste mit nachstehenden Fragen und finden so Alternativen zum heutigen Zustand.

Change it …

  • Will ich diese Situation ändern?
  • Was genau will ich ändern?
  • Was genau soll anders werden?
  • Welche Möglichkeiten hätte ich, etwas zu ändern?
  • Wie will ich es ändern?
  • In welcher Beziehung könnte ich mich ändern?
  • Wie genau gehe ich dazu vor?

 

Sammeln Sie ganz viele Ideen und unterschiedliche Möglichkeiten, die auch ruhig absurd sein dürfen. Entscheidend ist, aus dem alten Denkschemata herauszukommen.

Hier eine praktische Lösung eines Autofahrers, der es bedauerte keine Standheizung im Auto zu haben.

Nachdem er es nicht mehr „lieben“ konnte in ein kaltes Auto zu steigen, stellte er sich die Frage:

Was kann ich tun?

Welche Möglichkeiten der Veränderung habe ich?

 http://www.lachmeister.de/lustige_bilder/images/lustiges_bild_nach

 

Nehmen wir das Beispiel mit einem unbeliebten Kundentypen. Wenn Sie die Situationen bei allen Umdeutungen nicht „lieben“ können, ändern Sie sie.

Überlegungen könnten sein:

  • Mit dem Kunden sprechen
  • Den Kundentypen einem Kollegen überlassen
  • Ihre Gesprächsführung abzuändern
  • Bücher über das Thema zu lesen
  • Kollegen / Coach um Rat fragen
  • Verhaltensschilder aufstellen
  • Ein Spiel entwickeln
  • Sich wie der Kunde verhalten etc.

 



Egal für was Sie sich entscheiden oder wie sie vorgehen, sie haben es in der Hand eine Veränderung zu erzielen.

Ändern Sie die Situation und übernehmen auch die Verantwortung für die Konsequenzen Ihrer Entscheidungen.

 

Für alles, was Sie sagen oder tun, entscheiden Sie sich, weil Sie es genauso und nicht anders sagen oder tun wollten. Misserfolge oder weitere Probleme, sind das Ergebnis Ihrer Entscheidungen, die von Ihnen gelöst werden können.

 

LEAVE   IT
Vermeiden oder verlassen?

Es gibt immer wieder Umstände und Konstellationen, die Sie einfach nicht ändern können, egal wie viel Mühe Sie sich geben. In diesen Situationen verfallen wir schnell in die Passivität und ins Beklagen des Schicksals.

Wenn sie wirklich alles versucht haben und dennoch keine Besserung in Sicht ist, dann haben Sie immer noch die Möglichkeit zu gehen. Doch überlegen Sie, ob dieses ‚Problem‘ Grund genug ist, z.B. den Arbeitsplatz zu wechseln.

Leave it …

  • Kann ich die Situation vermeiden?
  • Will ich mich aus der Sache herausziehen?
  • Wie kann ich dafür sorgen, der unerwünschten Situation nicht mehr zu begegnen?
  • Was wäre der Preis dafür, die Situation zu verlassen?
  • Bin ich bereit, den Preis zu bezahlen?
  • Was sind die Risiken, wenn ich die Situation verlasse und wie könnte ich die Risiken vermeiden oder abfedern?

Wenn dem so ist, planen sie das Projekt „neue Aufgabe“ und finden Sie einen neuen Arbeitsplatz.

Liegt es an der Einstellung oder an der  Begabung diesen Job auszuüben. Überlegen Sie, beides nehmen Sie ggf. mit.

Oder sie entscheiden sich, dass der Arbeitsplatz doch viele gute Ansätze hat und überprüfen erneut „Love it“, womit sich das Dreieck schließt.

 

Beim Durchlaufen bemerken Sie, Sie haben die Wahl. Veränderungen sind kein unausweichliches Schicksal. Sie können sich zu jeder Zeit bewusst für alle drei Varianten entscheiden.

 

 

 

 

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