Eisenhower- Prinzip Dwight D. Eisenhower wird diese Arbeitsmethode zugeschrieben. Er soll während seiner Amtszeit seine Arbeiten nach den beiden Dimensionen „wichtig“ und „dringlich“ organisiert haben.

Eisenhower-Prinzip
Wichtige Aufgaben sind von ihren inhaltlichen Konsequenzen her bedeutend. Eine Zuordnung in der Dimension „wichtig“ setzt eine eigene Zielsetzung voraus, denn nach Eisenhower sind wichtige Tätigkeiten jene, die insbesondere der Erreichung eigener Ziele dienen.
Dringende Aufgaben haben einen zeitlich nahen Erfüllungstermin. Als „dringlich“ sind alle Aufgaben zu interpretieren, die eine unmittelbare Aufmerksamkeit fordern und nicht verschoben werden können.
Trägt man die Dimensionen „wichtig“ und „dringlich“ in einem Diagramm auf, ergeben sich die vier Aufgabentypen: A, B. C und D. (Eisenhower-Prinzip)
Aufgabentyp A
A-Aufgaben sind wichtig und dringlich. Diese Aufgaben fordern die ganze Aufmerk-samkeit. Sie müssen von einem selbst und sofort erledigt werden. Hierzu gehören alle Tätigkeiten, die wichtig für die (eigene!) Zielerreichung sind und nicht weiter aufgeschoben werden können.
Beispiel:
• Kurzfristige Präsentation für einen wichtigen Kunden
• Lösung eines Problems, ohne dessen Behebung ein Team
nicht weiterarbeiten kann
• Kundenansprache, wenn der Kunde vor mir steht
• Generell: Krisenmanagement
Aufgabentyp B
B-Aufgaben sind Aufgaben, die momentan nicht dringend, aber wichtig sind. Diese Aufgaben können (später) selbst erledigt oder delegiert werden, da man zu diesem Zeitpunkt noch verbleibenden Spielraum hat. Zum terminierten Zeitpunkt werden aus B-Aufgaben schließlich A-Aufgaben. B-Aufgaben sind eher strategischer Natur und tragen zur Erreichung eigener Ziele entscheidend bei.
Beispiel:
• Analysen des Umsatzes der letzten drei Monate
• Entwicklung einer neuen Geschäftsidee
• Einem Mitarbeiter eine neues Aufgabenfeld übergeben
• Generell: strategisch bedeutende Tätigkeiten
Aufgabentyp C
C-Aufgaben sind Aufgaben aus dem typischen Tagesgeschäft. Es sind Aufgaben, die (für die Erreichung eigener Ziele) langfristig nicht wichtig sind, aber sofort erledigt werden müssen, da sie dringend sind. C-Aufgaben sind in der Regel für die Zielerreichung anderer wichtig..
Beispiel:
• Tägliche Routinearbeiten wie das Telefon annehmen, Briefe beantworten, E-Mails lesen, Kopien erstellen etc.
• Regelmäßige Datenpflege, Statistiken ausfüllen
• Meeting-Teilnahme, von dem keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind
• Generell: Aufgaben, die erledigt werden müssen
Aufgabentyp D
D-Aufgaben sind nicht wichtig und nicht dringlich. Diese Aufgaben müssen gar nicht oder können irgendwann erledigt werden. D-Aufgaben dienen der Ablenkung und der Zerstreuung, sie erleichtern in keinem Fall eine Zielerreichung. Eine Besonderheit bei der Einschätzung von D-Aufgaben sollte beachtet werden: Es kann vorkommen, dass man eine Aufgabe aus eigener fachlicher Sicht vielleicht als D-Aufgabe einschätzt, wogegen der Vorgesetzte sie aber als A-Aufgabe einstuft. Welcher Kategorie gehört die Aufgabe nun an? Hier liegt es tatsächlich im Auge des Betrachters, aus der D-Aufgabe eine A-, B-, oder C-Aufgabe zu machen. Die D-Aufgabe kann z.B. in dem Moment zu einer B -oder auch A-Aufgabe werden, wenn sich durch die Lösung der Aufgabe eine Möglichkeit ergibt, sich gegenüber dem Vorgesetzten und Auftraggeber zu profilieren.
Beispiel:
• Kaffee holen, obwohl man eigentlich gar keine Kaffee mehr trinken mag
• Neues Hintergrundbild auf dem PC einrichten
• Ein Meeting einberufen, wo die Aktivität dahinter noch unklar sind
• Generell: Ablenkung ohne Zielanbindung
Zielsetzung für Führungskräfte

Zeitmanagement einer Führungskraft